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China-Sender dank OpenSource nun mit integrierter JETI-Box

Als ich herausgefunden habe, dass in der 60 Dollar Fernsteuerung von Hobbycity ein Atmel seinen Dienst verrichtet, kamen mir schon die ersten Ideen 🙂 Auf dem Grafikdisplay wollte ich die JETI-Telemetrie darstellen. So spare ich mir die drangetüdelte JETI-Box.

Der Sender war schnell bestellt (leider auf Backorder, ewig lange auf die Lieferung aus HongKong gewartet) und dann konnte der Spass auch schon losgehen.

Nach dem Schaltplan zu urteilen, sind beide Hardware-UARTs des Atmels bereits mit anderen Funktionen belegt. UART0 ist mit realtiv zeitunkritischen Schaltern (Ail.DR und Thr.Cut) belegt. Aber bevor es ans Eingemachte geht, wird erstmal die verbaute Antenne ausgewechselt. Die Antenne wurde vom Hersteller mit Heisskleber eingeklebt. Naja, fĂĽr so wenig Geld, auch nicht mehr zu erwarten. Ich hatte von einer Cisco noch eine Antenne inklusive Pigtail rumfliegen. Original-Antenne rausgerissen, Loch erweitert, Antenne festgeschraubt, fertig. Das JETI-TU-Modul wurde mit zwei M3-Schrauben an der unteren Platine befestigt.

Das mitgelieferte Sendemodul (dessen Antenne lustigerweise fest verdrahtet war) habe ich zerlegt und benutze das leere Gehäuse als „Deckel“ fĂĽr das Modulfach. Eventuell kommt da irgendwann mal ein 70cm LRS-TRX rein 🙂

Dann war der ISP-Anschluss an der Reihe. Praktischerweise hat der Hersteller dafür Lötpads auf der Platine vorgesehen

ROT: + 5Volt

SCHWARZ: GND

BLAU: MISO

GELB: MOSI

GRĂśN: SCK

BRAUN: RST

Damit der UART0 des Atmels verwendet werden kann, habe ich die Schalter Ail.DR und Thr.Cut umbelegt. Dazu habe ich die beiden SMD-Widerstände ausgelötet und senkrecht, stehend wieder eingelötet. Somit waren die Schalter schonmal abgeklemmt. Mit Kupferlackdraht ging es dann von den stehenden Widerständen zu den noch freien PINs PC6 und PC7.

Thr.Cut (PE0, linker Widerstand) wurde mit PC6 (Pin 41) auf dem Atmel verbunden. Ail.DR (PE1, rechter Widerstand) wurde mit PC7 (Pin 42) verbunden. Ein tropfen Kolophonium stabilisiert die Widerstände und den Kupferlackdraht. Das JETI-TU-Modul wird dann, praktischerweise über den SPI-Stecker mit einer kleinen Widerstandsschaltung verbunden. Bei mir baumeln beide Enden im Akkufach herum. Wenn ich den Atmel neu flashen muss, kann ich ohne rumschrauben die Verbindung trennen.

Die erste Testversion der Software war schnell geschrieben. Als Grundlage verwende ich die Software vom Projekt er9x. Mitlerweile sind meine Ă„nderungen in den offiziellen Sourcen zu finden. Die momentan letzte getestete Version findet ihr hier: http://utfreaks.de/er9x/er9x-trunk-latest-jeti.hex

Ins JETI-MenĂĽ kommt man mit einem langen Druck auf die „Nach-unten-Taste“. Danach funktionieren die Pfeiltasten analog zu denen auf der original JETI-Box. Verlassen wird das MenĂĽ ĂĽber die Exit-Taste.

Viel Spass beim Nachbauen! Ihr solltet aber beachten, dass hier echt winzige SMD-Widerstände (Baugrösse 0603) gelötet werden müssen. Ohne gute Löterfahrung sollte man erst gar nicht anfangen!

Falls noch Fragen sein sollten: Im MK-Forum gibt es zu diesem Thema ein Thread von mir: MK-Forum

KategorienElektronik, Mikrokopter
  1. 21. September 2010, 20:42 | #1

    4 Buchstaben: G E I L

  2. Mario
    9. März 2011, 14:17 | #2

    Was mir bei deiner Beschreibung noch fehlt, muss ich den Resetkondensator auslöten, oder kann der auch drinnen bleiben? Auf einem deiner Bilder ist der nämlich entfernt.

  3. 9. März 2011, 14:24 | #3

    Es kommt darauf an. Wenn beim flashen der Software der Programmer den Atmel nicht richtig resetten kann, hilft das manchmal.
    Ich habe diesen bei mir allerdings (wieder) drin und bei Problemen lasse ich den Programmer langsamer takten (Option -B in avrdude)

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